Das japanische Animationsstudio Studio Ghibli wurde mit dem Prinzessin-von-Asturien-Preis für Kommunikation und Geisteswissenschaften 2026 ausgezeichnet, wie die Jury in Oviedo bekannt gab. Das 1985 von Hayao Miyazaki, Isao Takahata und Toshio Suzuki gegründete Studio entstand nach dem Erfolg von Nausicaä aus dem Tal der Winde. Seine Werke zeichnen sich durch handgefertigte Animation und ihre weiblichen Hauptfiguren aus.
Handgezeichnete Animation und traditionelle Techniken 🎨
Ghibli pflegt einen Arbeitsablauf, der auf manuellem Zeichnen mit Bleistiften und Pinseln basiert. Jedes Einzelbild wird mit Acryl- und Aquarellfarben auf Acetat gemalt, ein Prozess, der pro Film Monate dauert. Das Studio vermeidet massive 3D-Animation und setzt nur sparsam digitale Effekte für Hintergründe oder Partikel ein. Diese handwerkliche Methodik ermöglicht zusammen mit der akribischen Regie von Miyazaki eine präzise Kontrolle über die Ausdruckskraft der Figuren und die Atmosphäre jeder Szene, verlängert jedoch die Produktionszeiten.
Jetzt wollen die Japaner nach Asturien kommen 🍜
Mit dem Preis im Gepäck werden die Kenner des japanischen Kinos sicherlich beginnen, Verbindungen zwischen dem asturischen Apfelwein und dem Geist von Totoro zu suchen. Vielleicht sah die Jury Parallelen zwischen der Natur von Chihiros Reise ins Zauberland und den Landschaften der Picos de Europa. Oder sie wollten sich nur vergewissern, dass Miyazaki aus seinem Ruhestand kommt, um die Auszeichnung persönlich entgegenzunehmen. In der Zwischenzeit warten die Fans auf eine offizielle Zusammenarbeit: einen animierten Kurzfilm über eine Fabada.