SNP gewinnt in Schottland, verpasst aber die Mehrheit für ein Referendum

09. May 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Die Schottische Nationalpartei hat ihren fünften Sieg in Folge bei den Regionalwahlen errungen und 57 von 129 Sitzen gewonnen. John Swinney, der Erste Minister, strebte die 65 Sitze der absoluten Mehrheit an, um ein neues Unabhängigkeitsreferendum voranzutreiben, doch das Ergebnis hat ihm dies verwehrt.

Karte Schottlands in Blau- und Weißtönen, mit 57 SNP-Flaggen und 65 leeren Sitzen in einem Halbrund, die den Sieg ohne absolute Mehrheit widerspiegeln.

Ein Wahlsystem, das der binären Logik trotzt 🗳️

Das schottische Parlament verwendet ein gemischtes Verhältniswahlsystem. Die Wähler geben zwei Stimmen ab: eine für einen Kandidaten im Wahlkreis (Mehrheitswahl) und eine für eine regionale Liste (Verhältniswahl). Dieses Design soll die lokale Repräsentation mit der globalen Verhältnismäßigkeit ausgleichen, fragmentiert aber oft die Stimme. Die SNP erreichte mit 48 % der Wahlkreisstimmen nur 44 % der Gesamtsitze, was zeigt, wie Wahltechnik Mehrheiten verwässern kann.

Die Mehrheit, die durch den Kaffeefilter entwischt ist ☕

Der SNP fehlen acht Sitze zur absoluten Mehrheit. Acht. Das sind weniger als die Finger einer Hand, um den Dudelsack zu spielen. Swinney überprüft jetzt wohl die Mathe-Handbücher, ob jemand eine Stimme gegessen hat oder ob das Sitzverteilungssystem mit dem Algorithmus einer schottischen Kaffeemaschine funktioniert: Es kommt immer etwas wässrig heraus und füllt die Tasse nie ganz.