Simulation des Blauen Mondes von neunzehnhundertfünfzig mit VGSTUDIO MAX und COMSOL

24. May 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Im September 1950, nach den verheerenden Waldbränden in Alberta, Kanada, färbte ein einzigartiges optisches Phänomen Sonne und Mond auf der gesamten Nordhalbkugel leuchtend blau. Es handelte sich nicht um ein astronomisches Ereignis, sondern um eine präzise physikalische Wechselwirkung zwischen Sonnenlicht und Rauchpartikeln einer bestimmten Größe. Dieser Artikel untersucht, wie moderne wissenschaftliche Visualisierung mit Werkzeugen wie VGSTUDIO MAX und COMSOL Multiphysics es ermöglicht, dieses seltene Ereignis der Mie-Streuung nachzubilden und zu verstehen.

3D-Simulation der Mie-Streuung an Rauchpartikeln, blauer Mond von 1950, VGSTUDIO MAX und COMSOL

Modellierung von Partikeln und Mie-Streuung in COMSOL Multiphysics 🌌

Das Geheimnis hinter dem Blauen Mond liegt im exakten Durchmesser der Rauchpartikel, der nahe 0,5 Mikrometer beträgt. Um dieses Phänomen zu simulieren, verwenden wir zunächst Materialise Mimics, um die Geometrie realer Aschepartikel aus Mikrotomografien zu segmentieren und zu extrahieren. Anschließend konfigurieren wir in COMSOL Multiphysics ein Modell der Bioelektromagnetik, um die Mie-Streuung zu berechnen. Die Software löst die Maxwell-Gleichungen für eine ebene Welle, die auf eine dielektrische Kugel trifft. Die Ergebnisse zeigen, dass diese Partikel wie ein selektiver Filter wirken: Sie streuen rotes Licht (lange Wellenlängen) stark in alle Richtungen, während blaues Licht (kurze Wellenlänge) fast ungehindert hindurchtritt und direkt das menschliche Auge erreicht.

Volumetrische Visualisierung des atmosphärischen Filters in VGSTUDIO MAX 🔬

Um dieses Phänomen eindrucksvoll zu kommunizieren, übertragen wir die Fernfelddaten von COMSOL in Volume Graphics VGSTUDIO MAX. Hier importieren wir das Partikelvolumen und überlagern die Streuintensitätskarten. Die 3D-Visualisierung ermöglicht es, die Rauchwolke zu drehen und zu beobachten, wie die rote Komponente des Sonnenspektrums absorbiert und umgelenkt wird, während die blaue kollimiert bleibt. Das Ergebnis ist eine interaktive wissenschaftliche Infografik, die nicht nur das historische Ereignis von 1950 erklärt, sondern auch zeigt, wie Licht, Materie und Größe in der atmosphärischen Optik eine Rolle spielen.

Da die Simulation multifysikalische Modelle von COMSOL mit der volumetrischen Visualisierung von VGSTUDIO MAX kombiniert, waren die optischen Parameter der Aschepartikel der Brände in Alberta entscheidend, um den blauen Farbton von Sonne und Mond im endgültigen Render zu reproduzieren.

(PS: Die Strömungsphysik zur Simulation des Ozeans ist wie das Meer: unberechenbar und man hat immer zu wenig RAM)