Sergio Ramírez, einziger Kandidat für den Stuhl L in der RAE

23. May 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Das Plenum der Real Academia Española wird diesen Donnerstag über die Kandidatur des nicaraguanischen Schriftstellers Sergio Ramírez für den Lehrstuhl L abstimmen, der nach dem Tod von Mario Vargas Llosa vakant ist. Ramírez, ehemaliger Vizepräsident Nicaraguas und Träger des Cervantes-Preises 2017, verfügt über die Unterstützung von drei Akademiemitgliedern, eine zwingende Voraussetzung für seine Wahl.

Photorealistic cinematic scene of an empty wooden lectern with a gold letter L carved on its front, positioned in a grand academic hall with red velvet chairs and dark wood paneling. A single leather-bound book lies open on the lectern, pages catching soft warm light from a brass chandelier above. In the background, three silhouetted figures in formal attire raise their hands in a voting gesture, their faces shadowed. The scene emphasizes solemnity and transition, with a subtle spotlight illuminating the vacant seat behind the lectern. No text, numbers, or letters visible except the carved L.

Der digitale Abstimmungsprozess und das Vermächtnis von Vargas Llosa 🗳️

Die Abstimmung erfolgt über ein internes Computersystem, das Anonymität und Transparenz gewährleistet. Jedes Akademiemitglied gibt seine Stimme über eine sichere Plattform ab, und die Auszählung wird in Echtzeit aktualisiert. Diese 2020 eingeführte Methode ermöglicht eine Beschleunigung der Wahlprozesse. Ramírez, bekannt für seine Arbeit in der Fundación Nuevo Periodismo Iberoamericano, passt in das Profil des Lehrstuhls L, der zuvor vom peruanischen Nobelpreisträger besetzt war.

Der Sessel, der nicht mehr bebt: Von Vargas Llosa zu Ramírez 😅

Der Lehrstuhl L wechselt von einem Nobelpreisträger, der mit jedem diskutierte, zu einem ehemaligen Vizepräsidenten, der Ortega überlebte. Wenigstens werden die Sitzungen jetzt ruhiger verlaufen, ohne Androhungen von Klagen zwischen den Akademiemitgliedern. Ramírez kommt mit seinem digitalen Archiv unter dem Arm, obwohl in der RAE für die Protokolle immer noch Papier verwendet wird. Allerdings verspricht er, das Rednerpult nicht für politische Reden zu nutzen, sondern nur, um den Gebrauch des Gerundiums zu korrigieren.