In Resident Evil Requiem leiht die Schauspielerin Isabella Inchbald Selena Corey ihre Stimme, einer Zombie mit einer tragischen Vergangenheit und einer beunruhigend schönen Erscheinung. Capcom konzipierte sie als Nebenfigur, ohne ihren Namen während der Aufnahmen zu erwähnen, doch die Fans machten sie zu ihrer Favoritin. Jetzt entstehen Cosplay, Fan-Art und sogar Lieder. Inchbald, überrascht, interpretierte sie als Mischung aus Kind und Sirene: eine attraktive Zombie, die Aufmerksamkeit sucht.
Hinter der Stimme: der technische Prozess einer untoten Frau 🎙️
Um Selena Leben einzuhauchen, arbeitete Inchbald mit einem Neumann U87 Mikrofon und einem Avalon VT-737 Vorverstärker, um Flüstern und Stöhnen in einer schalldichten Kabine einzufangen. Capcom nutzte die RE Engine, um die Gesichtsausdrücke mit dem Audio zu synchronisieren und die Mundform des 3D-Modells in Echtzeit anzupassen. Die Toningenieure wandten einen Tiefpassfilter und Hall an, um die verfaulte Kehle einer Zombie zu simulieren, und erzielten so eine stimmliche Textur, die Zerbrechlichkeit und Bedrohung vereint.
Eine Zombie mit mehr Fans als der Protagonist 🧟♀️
Während Chris Redfield weiterhin mit mürrischer Miene Monster tötet, widmet sich Selena dem Dasein als fotogene untote Frau. Die Fans haben ihr mehr digitale Kunst gewidmet als Nemesis selbst, und es gibt sogar eine Gruppe, die ihr auf YouTube Ständchen singt. Das Ironische ist, dass Capcom sie kaum als Füllmaterial einbaute, aber jetzt ein DLC für sie plant. Wer hätte das gedacht: Eine Neben-Zombie hat eine vielversprechendere Zukunft als die halbe Hauptbesetzung.