Der CEO von Seagate, Dave Mosley, hat den Speichermarkt mit einer direkten Aussage aufgewühlt: Die Ausweitung der Produktion von Laufwerken ist ein Fehler. Während einer Technologiekonferenz argumentierte er, dass der Bau neuer Fabriken Ressourcen abziehe und zu einem Überangebot führe, wenn sich die Nachfrage normalisiere. Das Ergebnis war unmittelbar: Die Aktien von Seagate fielen um 6,9 % und zogen Samsung, SK hynix, Sandisk und Nanya Technology in eine Verkaufswelle hinein.
Das Dilemma des Angebots angesichts einer unsicheren Nachfrage 🤔
Mosley argumentiert, dass die Branche die Rentabilität über das Volumen stellen müsse. Seiner Ansicht nach wird sich die Nachfrage nach Speicher stabilisieren oder sogar sinken, wodurch neue Produktionskapazitäten zu einer finanziellen Belastung werden. Unternehmen wie Samsung und SK hynix, die in neue Werke investieren, stehen nun unter Börsendruck. Die Logik ist einfach: Wenn alle mehr produzieren, sinken die Preise und die Margen schrumpfen. Dennoch benötigt die Industrie diese Chips für Server und Rechenzentren.
Das Paradoxon des CEO, der den Bau von Fabriken ablehnt 😅
Es ist kurios, dass der Chef von Seagate, einem Unternehmen, das Festplatten verkauft, eine Drosselung der Produktion fordert, gerade jetzt, wo die künstliche Intelligenz mehr Speicher denn je verlangt. Vielleicht möchte Mosley, dass alle abwarten, während er seine Bestände verkauft. Oder vielleicht weiß er etwas, das der Markt ignoriert: dass Festplatten so angesagt sind wie eine Diskette. In der Zwischenzeit beeilen sich die Anleger, ihre Aktien zu verkaufen, aus Angst, dass die nächste Ankündigung sein könnte, dass auch die Herstellung von Schrauben eine schlechte Idee sei.