London erweitert seine School Streets und sperrt Schulstraßen während der Stoßzeiten für den Verkehr, um Kinder zu schützen. Währenddessen tolerieren wir in Spanien weiterhin Staus und Abgase neben Schulen und stellen die Laune am Steuer über die Sicherheit von Kindern. Es ist ein Kontrast, der die Heuchelei unserer Mobilitätspolitik offenlegt, bei der das Auto immer gewinnt.
Daten und Stadtplanung zur Rückgewinnung der Gehwege 🚸
Der technische Schlüssel liegt in der zeitlichen Beschränkung mit Kennzeichenlesekameras und dynamischer Beschilderung. London finanziert zudem erhöhte Fußgängerüberwege und verbreiterte Gehwege, wodurch Unfälle mit Fußgängern in der Stoßzeit um 70% reduziert werden. In Spanien erfordert die Nachbildung dieses Modells den politischen Willen, Kontrollsysteme zu installieren und das Schulumfeld neu zu gestalten – machbar, wenn man nicht mehr dem Lobbyismus der Automobilindustrie nachgibt.
Autofahrer, weint nicht: Auch eure Kinder gehen zu Fuß 🚶
Denn klar, nichts ist lehrreicher, als den SUV in zweiter Reihe vor dem Schultor zu parken, damit das Kind CO2 einatmet, während es sich über den Klimawandel beschwert. Wenn es ihnen wie ein Drama vorkommt, die Straße für 30 Minuten zu sperren, sollten sie es vielleicht mal mit Gehen versuchen. Spoiler: Der Asphalt schmilzt nicht und die Welt geht nicht unter, man gewinnt nur an Gesundheit und gesundem Menschenverstand.