Der Geruch von gegrillten Sardinen erfüllt die Strandpromenade und vermischt sich mit dem Parfüm der Touristen. Zwischen dem Rauch der Glut und dem Rauschen der Wellen entfaltet der Sommer seine klassischste Routine. Doch dieses Jahr gibt es eine neue Zutat in der Mischung: tragbare Technologie und Augmented-Reality-Apps, die das Stranderlebnis verbessern sollen.
Augmented Reality, um den perfekten Grillpunkt nicht zu verpassen 🐟
Mehrere Entwickler haben Apps auf den Markt gebracht, die die Strandbars mit dem besten Oktopus und die Terrassen, auf denen die Sardine genau richtig gegart ist, geolokalisieren. Mit der Handykamera sieht der Nutzer überlagerte Daten wie die Garzeit, die verwendete Holzart oder den Besucherandrang. Die Logik ist einfach: die gastronomische Route an der Küste zu optimieren. Allerdings versagt das GPS, wenn man sich unter einen Sonnenschirm stellt, und die Hitze sorgt dafür, dass der Akku weniger lange hält als ein Eiswürfel in der Sonne.
Der neue Sensor, der den genauen Punkt des schon hab ich mich bekleckert erkennt 😅
Nach dem Testen von drei verschiedenen Apps bin ich zu einem Schluss gekommen: Die Technologie kann noch nicht den kritischsten Faktor des Sommers messen. Ich meine den genauen Moment, in dem das Fett der Sardine spritzt und das weiße T-Shirt befleckt, das man für das Instagram-Foto angezogen hat. Die hochmodernen Sensoren versagen kläglich. Der einzig zuverlässige Algorithmus bleibt der Überlebensinstinkt und eine Packung Feuchttücher im Rucksack.