Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hat sein Missfallen über die Entscheidung der Staatsanwaltschaft zum Ausdruck gebracht, ein Dossier an die Richterin zu senden, die einen Fall im Zusammenhang mit seinem Umfeld untersucht. Laut nahestehenden Quellen erfolgte die Aktion ohne seine Zustimmung, und er befürchtet, dass sie als Einmischung in die Justiz interpretiert werden könnte, was das Ansehen der Regierung schädigen würde.
Datentechnologie in der Strategie der gerichtlichen Verteidigung 🤖
Das Dossier enthält eine detaillierte Analyse der Aktivitäten des Ermittlungsrichters, erstellt mit Hilfe von Data-Mining-Tools und öffentlich zugänglichen Datenbanken. Die Staatsanwaltschaft wendete Korrelationsalgorithmen an, um Daten, Entscheidungen und Aussagen des Richters miteinander zu verknüpfen. Ziel war es, eine prozessuale Verteidigungslinie aufzubauen, aber die Durchsickerung des Dokuments hat Zweifel an den ethischen Grenzen des Technologieeinsatzes in Rechtsstreitigkeiten gegen Mitglieder der Justiz aufkommen lassen.
Das Dossier, das Sánchez nicht bestellt hat, aber das bereits einen Veröffentlichungstermin hat 🎭
Anscheinend hat man in der Moncloa beschlossen, dass das Beste, um den Präsidenten zu verteidigen, darin besteht... den Richter zu untersuchen. Denn, klar, was hat vor Gericht schon immer funktioniert? Einen Geheimbericht zu schicken, der am Ende auf der Titelseite landet. Jetzt freut sich Sánchez so sehr wie ein Informatiker, dessen Festplatte kurz vor der Präsentation seines Projekts gehackt wird. Gut, dass die Staatsanwaltschaft ihn nicht nach seiner Meinung zum Morgenkaffee gefragt hat.