RSF verurteilt Blockade französischer Medien im Niger

14. May 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Reporter ohne Grenzen hat die Sperrung von neun französischen Medien in Niger verurteilt, darunter AFP, France 24 und RFI. Die örtliche Militärjunta begründete die Maßnahme mit unbelegten Anschuldigungen über Risiken für die nationale Einheit und die öffentliche Ordnung nach einem Aufstand in Mali. RSF bezeichnet die Aktion als missbräuchlich und auf erfundenen Vorwürfen beruhend.

Eine Karte von Niger mit neun roten Kreuzen auf Logos französischer Medien, neben einem zerbrochenen Mikrofon und dem RSF-Logo.

Die Signalunterbrechung als Werkzeug digitaler Kontrolle 📡

Die Sperrung beinhaltet eine technische Blockade von Satellitensignalen und digitalen Plattformen, die Tausende von Nutzern betrifft. Niger setzt Zensurmechanismen ein, die eine Koordination mit Internetanbietern und Telekommunikationsbetreibern erfordern. Diese Aktion schränkt den Zugang zu unabhängigen Informationen ein und zentralisiert den Informationsfluss auf Kanäle, die von der Militärregierung kontrolliert werden, und wiederholt damit Muster, die in anderen autoritären Regimen zu beobachten sind.

Radiostille: der neue Hörerfolg 📻

Die Militärjunta hat entdeckt, dass es einfacher ist, Journalisten zum Schweigen zu bringen, als ihre Berichte zu widerlegen. Mit dieser Maßnahme erzielen sie eine Null-Einschaltquote für France 24 in Niger, eine Leistung, die kein Rating-Algorithmus zuvor erreicht hatte. Allerdings können die Bürger nun absolute Radiostille genießen, ideal zum Meditieren über die nationale Einheit ohne äußere Ablenkungen.