Netflix veranstaltete am Fluss Guadalquivir eine Promotion für die zweite Staffel der Serie Berlín, die in Sevilla spielt. Tausende Menschen kamen mit hohen Erwartungen, doch die Stimmung war eher von geduldigem Warten als von durchgehender Feierlaune geprägt. Der Höhepunkt war der Überraschungsauftritt von Rosalía, die nur zwei Lieder sang. Trotz der Kürze stellte die Künstlerin eine Verbindung zum Publikum her und steigerte die Energie der Veranstaltung, die zahlreiche Anspielungen auf die sevillanische Kultur enthielt.
Die Logistik hinter der schwimmenden Show 🎛️
Um die Veranstaltung auf dem Fluss aufzubauen, setzte das technische Team eine modulare Plattform ein, die am Grund des Guadalquivir verankert war, mit gerichteten Soundsystemen, um lästige Echos zu vermeiden. Es wurde LED-Beleuchtung verwendet, die mit den Rhythmen der Auftritte synchronisiert war, sowie hochhelle Bildschirme, um dem Tageslicht entgegenzuwirken. Die Stromversorgung erfolgte vom Festland aus über ein geschütztes Unterwasserkabel. Die gesamte Installation wurde in drei Wochen geplant, in Abstimmung mit der Hafenbehörde, um die Flussschifffahrt nicht zu beeinträchtigen.
Zwei Lieder und der ewige Ruhm 🎤
Rosalía erschien, sang zwei Lieder und ging wieder. Genug, damit das Publikum die stundenlange Wartezeit unter der sevillanischen Sonne vergaß. Die Strategie war klar: die Leute nach mehr verlangen lassen, wie wenn dir eine Portion frittierter Fisch serviert und nach zwei Bissen wieder weggenommen wird. Einige Besucher meinten, dass sich das Warten gelohnt habe, während andere vermuten, dass die Künstlerin es eilig hatte, zum Aperitif zu kommen. Wie dem auch sei, die Veranstaltung erreichte ihr Ziel: dass alle über Berlín und seine flüchtige, aber intensive Verbindung zu Sevilla sprechen.