Rode aktualisiert sein klassisches NT1 mit einer fünften Generation, die verspricht, die Schrecken der Übersteuerung zu beenden. Dieses Studiomikrofon bietet jetzt XLR- und USB-C-Anschluss, aber die große Neuerung ist der digitale 32-Bit-Float-Ausgang. Ein Schachzug, der zumindest auf dem Papier ermöglicht, Stimmen aufzunehmen, ohne sich um den Eingangspegel sorgen zu müssen. Tschüss, rote Spitzen.
32-Bit-Float: Wie dieses Versprechen unendlichen Dynamikumfangs funktioniert 🎛️
Das 32-Bit-Float-System erfasst Audio in einem Format, das den Signalwert ohne festen Punkt speichert, wodurch extreme Amplituden ohne Verzerrung verarbeitet werden können. Das bedeutet, dass du in derselben Aufnahme flüstern oder schreien kannst und die Datei die Informationen ohne Übersteuerung behält. In der Praxis arbeitet der Analog-Digital-Wandler mit einem so großen Spielraum, dass das Konzept der Übersteuerung nicht mehr existiert. Allerdings benötigst du eine kompatible Schnittstelle oder Software, um dies zu nutzen. Der USB-C-Ausgang verbindet es direkt mit dem Computer.
Das Wunder der nicht existierenden Übersteuerung (oder wie man aufhört, auf den Pegelmesser zu starren) 🎤
Nun hat Rode anscheinend das Mikrofon für die Faulenzer der Verstärkungsregelung erfunden. Es ist nicht mehr nötig, den Vorverstärker einzustellen oder zu beten, dass der Sänger nicht plötzlich näher kommt. Mit 32-Bit-Float kannst du aus Schreidistanz und mit einem Geisterflüstern auf derselben Spur aufnehmen, ohne dass der Editor dich zum Spargelbraten schickt. Oder so heißt es. Aber sei nicht zu sorglos: Wenn dein Raum nach Waschmaschine klingt, wird das Hintergrundrauschen trotzdem da sein, ob Float oder nicht.