Der Künstler Félix de la Concha präsentiert in Ponferrada seine Serie Von der Thatcherina bis zum Milchmann Pedro, ein ethnografisches Mosaik, das die Bergleute des Pozo Julia in Fabero porträtiert. Die Ausstellung, die bis zum 31. Mai im La Térmica Cultural zu sehen ist, dokumentiert mit Pinselstrichen das Leben und die Arbeit in einem der bedeutendsten Kohlebecken Leóns.
Die Technik des Porträts als dokumentarisches Archiv 🎨
De la Concha verwendet eine Methode der direkten Beobachtung und malt seine Modelle in der realen Umgebung der Mine. Jedes Porträt erfasst Gesten, Werkzeuge und Kleidung mit ethnografischer Präzision. Die Serie fungiert als visuelles Archiv einer aussterbenden Industrie, in der Gesichter und Haltungen die Arbeitsbedingungen und den Widerstand einer Gemeinschaft offenbaren, die über Generationen von der Kohle lebte. Die erdige Farbpalette verstärkt die Atmosphäre des Schachts.
Von der Kohle zur Kunst: Wenn die Spitzhacke nicht ausreicht ⛏️
Die Bergleute posieren stoisch, vielleicht in dem Gedanken, dass sie bereits von der Kohleförderung zur Kunstförderung übergegangen sind. Einige fragen sich vielleicht, ob ihr Porträt mehr wert sein wird als der Tagelohn, den sie pro Schicht erhielten. Sicher ist, dass sie sich zumindest keine Sorgen um Silikose machen müssen, wenn sie an Félix' Pinseln riechen. Eine Ausstellung, die zeigt, dass das beste Mineral manchmal das ist, das man im Blick trägt.