Einem Team japanischer Forscher ist die Entwicklung eines 3D-Druckharzes gelungen, das mehr als zehnmal geschmolzen und wiederverwendet werden kann, ohne dass zusätzliche Chemikalien hinzugefügt werden müssen. Der Schlüssel liegt in seinem dualen Verhalten: Es härtet unter blauem Licht aus und wird beim Erhitzen wieder flüssig. Für den normalen Anwender bedeutet dies günstigere Teile und eine deutliche Reduzierung von Elektroschrott.
Wie dieses reversible Harz funktioniert 🧪
Das Material gehört zur Familie der vitrimeren Polymere. Seine molekulare Struktur ermöglicht es, dass die Bindungen unter spezifischen Reizen aufgebrochen und neu organisiert werden. Bei Einwirkung von blauem Licht vernetzen sich die Ketten und das Harz verfestigt sich. Wird es anschließend erhitzt, lösen sich diese Bindungen auf und das Material gewinnt seine ursprüngliche Fließfähigkeit zurück. Der Prozess kann laut den Daten der von der Universität Yokohama veröffentlichten Studie mindestens zehn Zyklen ohne nennenswerten Abbau wiederholt werden.
Der feuchte Traum eines jeden Filament-Sammlers 😅
Endlich eine Ausrede, um das deformierte Teil nicht wegzuwerfen, das du um drei Uhr morgens ausgedruckt hast. Jetzt kannst du es einschmelzen und ihm eine zweite Chance geben, als ob das Harz Reinkarnationen hätte. Allerdings: Vorsicht, wenn du die Kaffeetasse auf dem Drucker vergisst – du könntest mit einem flüssigen Untersetzer aufwachen. Gut, dass die Wissenschaft es uns erlaubt, öfter mal tollpatschig zu sein, ohne dass der Planet uns dafür zur Kasse bittet.