Die Bewässerungsgemeinschaft des Valle del Zújar in Badajoz hat das fortschrittlichste Bewässerungssystem Spaniens in Betrieb genommen. Mit einer Photovoltaikanlage von 1,3 MW funktioniert es ohne Anschluss an das Stromnetz. Die 292 Landwirte steuern die Bewässerung von 1.130 Hektar Olivenhainen, Mandel- und Pistazienbäumen über eine mobile App, während das Wasser in Becken mit 2,1 hm³ gespeichert wird. Ein Technologiesprung in einer Region mit Wasserstress. 🌱
Volle Autonomie: Pumpen, Paneele und eine App ⚡
Die Anlage kombiniert 2.700 Solarmodule mit einem Pumpsystem, das das Wasser vom Orellana-Kanal zu den Becken befördert. Die Bewässerung wird vom Handy aus programmiert, wobei Durchflussmengen und Zeitpläne je nach Kultur angepasst werden. Die Anlage arbeitet im Inselbetrieb, unabhängig vom Netz, was Unterbrechungen und Stromkosten vermeidet. Sensoren messen Feuchtigkeit und Durchfluss in Echtzeit und optimieren so jeden Tropfen. Ein Modell, das in anderen Einzugsgebieten mit Versorgungsproblemen nachgeahmt werden kann.
Abschied vom Traktor, hallo digitaler Daumen 📱
Die Landwirte müssen nicht mehr früh aufstehen, um Schleusen zu öffnen, oder mit dem Nachbarn über die Bewässerungsreihenfolge streiten. Jetzt streiten sie darüber, wer die bessere 5G-Abdeckung im Olivenhain hat. Das System ermöglicht das Bewässern vom Bett aus, vorausgesetzt, man vergisst das Handy nicht zu Hause. Denn, seien wir ehrlich, die nächste Pistazienernte wird mehr vom Akku des Telefons abhängen als vom Wasserstand des Stausees.