Reconstruktion des Pavillons des Vergessens: von der Expo 92 zur digitalen Ruine

14. May 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Der spanische Pavillon der Expo 92, heute als Pavillon des Vergessens bekannt, zeugt von einer vergänglichen Architektur, die zur permanenten Ruine geworden ist. Jahrzehnte des Verfalls haben seine futuristischen Formen in eine verfallene Hülle verwandelt, doch sein Skelett bleibt ein Juwel für die 3D-Modellierung. Dieser Artikel untersucht, wie die virtuelle Rekonstruktion ihm seinen ursprünglichen Glanz zurückgeben und gleichzeitig seinen aktuellen Verfall dokumentieren kann, und bietet ein Schlüsselwerkzeug für seine Erhaltung.

Virtuelle Rekonstruktion des Pavillon des Vergessens, Ruine der Expo 92, 3D-Modellierung und denkmalpflegerische Fotogrammetrie

Fotogrammetrie und digitaler Zwilling: Methodik zur Erfassung des Verfalls 🏚️

Um die Rekonstruktion anzugehen, ist der erste Schritt die massive Datenerfassung mittels Luftbildfotogrammetrie mit Drohnen und terrestrischer Fotogrammetrie mit hochauflösenden Kameras. Es werden über 500 Bilder des Gebäudes in seinem aktuellen Zustand aufgenommen, die Risse, Ablösungen und invasiven Bewuchs abdecken. Die Verarbeitungssoftware, wie RealityCapture oder Metashape, erzeugt eine dichte Punktwolke und ein texturiertes Netz, das den Verschleiß getreu widerspiegelt. Auf dieser Grundlage wird die Originalversion von 1992 anhand historischer Pläne und Archivfotos modelliert. Der Schlüssel liegt darin, beide Modelle im selben Koordinatensystem auszurichten, um einen digitalen Zwilling zu schaffen, der den Vorher-Nachher-Vergleich ermöglicht, Volumenverluste der Struktur berechnet und Restaurierungseingriffe simulieren kann.

Der Denkmalwert der virtuellen Ruine 🏛️

Über die Technik hinaus wirft diese Übung eine Reflexion auf: Was bedeutet es, ein Gebäude zu erhalten, wenn seine physische Struktur zerfällt? Das 3D-Modell ist nicht nur eine visuelle Datei, sondern ein Behälter für historische und pathologische Daten. Indem der Pavillon in seinem Idealzustand und in seiner aktuellen Ruine gerendert wird, entsteht ein Dialog zwischen Erinnerung und Verfall. Für die Foro3D-Community zeigt dieses Projekt, dass die Rekonstruktion von Ruinen kein nostalgischer Akt ist, sondern ein aktives Werkzeug der Dokumentation und des Vorschlags, das in der Lage ist, neue Nutzungen für Räume zu inspirieren, die die Zeit dem Vergessen anheimgegeben hat.

Welche Techniken der Fotogrammetrie und des 3D-Modellings haltet ihr für am effektivsten, um ein Gebäude wie den Pavillon des Vergessens digital zu rekonstruieren, ausgehend ausschließlich von Archivbildern und visuellen Zeugnissen der Expo 92?

(PS: Ruinen zu rekonstruieren ist wie ein Puzzle zu machen, ohne zu wissen, wie viele Teile fehlen. Aber man kann sich die fehlenden zumindest ausdenken.)