Ein sechsmonatiger Test mit Live-Gesichtserkennung (LFR) im Süden Londons hat deutliche Zahlen hervorgebracht: mehr als 170 Festnahmen. Unter den Festgenommenen war eine Frau, die sich zwei Jahrzehnte lang der Justiz entzogen hatte, weil sie nach einer Körperverletzung im Jahr 2004 nicht vor Gericht erschienen war. Die Metropolitan Police meldet einen Rückgang der Kriminalität in Croydon um 10,5 % und einen Rückgang der Gewalt gegen Frauen und Mädchen um 21 % zwischen Oktober 2025 und März 2026.
Kameras, die Gesichter in Echtzeit lesen 🤖
Das LFR-System nutzt Algorithmen des maschinellen Sehens, um live erfasste Gesichter mit Datenbanken gesuchter Personen abzugleichen. In Croydon verarbeiten die Kameras tausende Bilder pro Minute und geben Warnungen aus, wenn eine Übereinstimmung vorliegt. Die Technologie, die mit Convolutional Neural Networks entwickelt wurde, arbeitet bei schlechten Lichtverhältnissen und hoher Fußgängerdichte. Zu den Festnahmen gehörten Fälle von Entführung, Vergewaltigung und schwerer sexueller Nötigung, was ihre Fähigkeit demonstriert, Wiederholungstäter und Langzeitflüchtige zu identifizieren.
Die Kamera, die nicht vergisst, der Flüchtige, der es tut 😅
Wenn man sich 20 Jahre lang versteckt hat, denkt man vielleicht, die Zeit würde das Gesicht auslöschen. Aber die Gesichtserkennung hat kein selektives Gedächtnis: Für sie war 2004 gestern. Die festgenommene Frau erwartete wohl einen ruhigen Ruhestand, landete aber an demselben Ort, den sie zwei Jahrzehnte lang gemieden hatte: vor Gericht. Allerdings hat sie jetzt zumindest Zeit, die Serien nachzuholen, die sie verpasst hat. Die Technologie vergibt nicht, aber sie kritisiert zumindest nicht deine Frisur aus den 2000ern.