Rebordinos kritisiert die neuen Oscar-Regeln und vermisst San Sebastián

05. May 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Der Direktor des Filmfestivals von San Sebastián, José Luis Rebordinos, hat die neuen Regeln der Hollywood-Akademie als seltsam und ungewöhnlich bezeichnet. Diese erlauben es, dass Filme, die bei Wettbewerben wie Berlin, Cannes oder Venedig gewinnen, direkt in die Kategorie „Bester internationaler Film“ aufgenommen werden. Rebordinos bedauert, dass San Sebastián nicht auf dieser Liste steht, obwohl er die Hierarchie der ausgewählten Festivals anerkennt.

Rebordinos, mit ernster Miene, zeigt auf ein Oscar-Plakat; im Hintergrund verblasst das Logo von San Sebastián.

Der Algorithmus der Akademie: technische Kriterien und Festivalhierarchie 🎬

Die Entscheidung der Akademie basiert auf einem Punktesystem, das sich nach Alter, Prestige und der Anzahl akkreditierter Pressevertreter jedes Festivals richtet. Berlin, Cannes und Venedig haben jahrzehntelangen Einfluss und eine globale Medienwirkung, die San Sebastián in Bezug auf die internationale Berichterstattung übertrifft. Die Regel verlangt zudem, dass der Gewinnerfilm im Geschäftsjahr in kommerziellen Kinos gezeigt wurde – ein technischer Filter, den nur wenige Festivals ohne Ausnahmen garantieren können.

San Sebastián: Das Festival ohne VIP-Zugang zu den Oscars 🏆

Rebordinos hat mit der Eleganz eines nicht zur Party Eingeladenen darauf hingewiesen, dass die Regeln seltsam seien. Als hätte die Akademie einen Algorithmus entworfen, der nur Festivals mit mehr roten Teppichen und weniger Regen zulässt. In der Zwischenzeit wird San Sebastián weiterhin goldene Muscheln vergeben, aber ohne den Schlüssel, der die Hintertür zu Hollywood öffnet. Immerhin bleibt der Regen weiterhin kostenlos.