Jeden Sommer wiederholt sich die gleiche Szene. Du bist in Eile ins Dorf, um eine dringende Besorgung zu machen, und stößt auf eine endlose Schlange von Wohnwagen. Sie fahren 30 km/h, belegen in Kurven beide Fahrspuren und es scheint, als wäre ihr einziges Ziel, dass du zu spät kommst. Es ist keine Verschwörung, es hat eine logische Erklärung, auch wenn sie nicht weniger frustrierend ist.
Das Design der Wohnwagen und seine Auswirkungen auf den Verkehrsfluss 🚐
Moderne Wohnwagen wiegen zwischen 1.200 und 2.000 Kilo. Wenn man sie an ein normales Auto hängt, reduziert sich das Leistungsgewicht deutlich. Ein Auto, das gut beschleunigt, verliert nur an Steigungen von 5 % oder mehr an Steigfähigkeit. Außerdem verschlechtert sich die Aerodynamik: Der Luftwiderstandsbeiwert steigt sprunghaft an, was dazu zwingt, die Geschwindigkeit zu reduzieren, um den Verbrauch im Griff zu behalten. Wohnwagenfahrer fahren auf Geraden meist 80-90 km/h, in engen Kurven oder Bergpässen reduzieren sie jedoch auf 40 km/h. Dies führt zu Staus, insbesondere auf Nebenstraßen ohne Seitenstreifen oder zusätzlichen Überholspuren.
Der Club der 30 km/h und die unendliche Geduld 😤
Es scheint, als würden Wohnwagenfahrer einen geheimen Eid schwören: niemals 30 km/h auf einer geraden, übersichtlichen Strecke zu überschreiten. Und wenn sie dann noch einen Dachträger mit Fahrrädern und einen Anhänger mit Kajak dabei haben, kannst du es dir schon abschminken, pünktlich anzukommen. Am schlimmsten ist es, wenn der Fahrer des Wohnwagens beim Überholen die Hand zum Gruß hebt, als hättest du eine epische Mission abgeschlossen. Du willst nur ins Dorf kommen, bevor die Bäckerei schließt. Aber nein, der Sommer gehört ihnen und die Straße auch.