Pools ist ein Laufsimulator, der in die Ästhetik der Backrooms eintaucht, jedoch ohne Schrecken oder Monster. Sein Ansatz ist einfach: durch liminale Räume voller Wasser und endlose Korridore zu schlendern. Es gibt keinen Soundtrack, nur Schritte und Platschen. Das Spiel erzeugt eine konstante Anspannung, indem es einen auf eine Gefahr warten lässt, die nie eintrifft. Diese Abwesenheit einer echten Bedrohung ist beunruhigender als jeder Jumpscare.
Der Motor der Angst: Wie Abwesenheit Präsenz erzeugt 🌀
Das Spiel nutzt die Unreal Engine, um leere und sich wiederholende Umgebungen zu schaffen, die den Spieler desorientieren. Die gleichmäßige Beleuchtung und das Fehlen abwechslungsreicher Texturen zwingen das Gehirn dazu, nach Mustern zu suchen, wo es keine gibt. Es gibt keine feindliche künstliche Intelligenz oder inszenierte Ereignisse; der Terror entsteht aus der Erwartung. Der Entwickler programmierte ein minimales Umgebungsgeräuschsystem, das jedes Echo verstärkt. Das Ergebnis ist eine Erfahrung, bei der der Spieler selbst zum Erzeuger seiner Angst wird.
Das Spiel, in dem der Terror du selbst bist (und deine nassen Schritte) 👣
Du verbringst fünfzehn Minuten damit, durch identische Korridore zu gehen, und beginnst, den Entwickler zu verfluchen, weil er nicht ein einziges Monster eingebaut hat. Dann wird dir klar, dass der wahre Feind deine eigene Vorstellungskraft ist, die dir zuflüstert, dass etwas um die Ecke kommen wird. Am Ende ist das Erschreckendste, dass das Spiel sein Versprechen hält: es gibt nichts. Und das ist irgendwie schlimmer, als vor etwas fliehen zu müssen. Wenigstens wüsste man dann, was man vermeiden sollte.