Das Biodiversitäts- und Artenschutzzentrum Zoobotánico de Jerez hat sein zweites Bartgeierküken, das im vergangenen März geschlüpft ist, nach Frankreich geschickt. Dieses im Zentrum aufgezogene Exemplar wird in ein internationales Programm zur Wiederansiedlung dieses bedrohten Greifvogels integriert. Der Transport zielt darauf ab, die Population in der französischen Region zu stärken und die Bemühungen zur Verhinderung seines Aussterbens zu bündeln.
Kontrollierte Aufzucht und GPS-Überwachung für die Wiederansiedlung 🦅
Der Prozess der Nachzucht in Gefangenschaft des Bartgeiers erfordert spezifische Bedingungen hinsichtlich Temperatur, Fütterung und Abwesenheit von menschlichem Kontakt, um eine Prägung zu vermeiden. Vor dem Transport statten die Techniker das Küken mit einem GPS-Sender aus, der es ermöglicht, seine Bewegungen und die Anpassung an die neue Umgebung zu überwachen. Dieses Überwachungssystem, kombiniert mit vorherigen genetischen Analysen, stellt sicher, dass das ausgewählte Exemplar die notwendige genetische Vielfalt aufweist, um sich in die französische Population zu integrieren, ohne Inzuchtprobleme zu verursachen.
Die längste Reise des Kükens, bevor es fliegen lernt ✈️
Während andere Küken seines Alters sich kaum um den besten Ast im Nest streiten, hat dieses Exemplar aus Jerez bereits einen europäischen Pass und einen bezahlten Flug. Allerdings sollte man nicht erwarten, dass es das Bord-Catering genießt: Sein Speiseplan besteht weiterhin aus zerkleinerten Knochen, nicht aus den kostenlosen Keksen. Zumindest muss es sich in Frankreich nicht mit dem andalusischen Akzent der Pfleger herumschlagen, auch wenn die örtlichen Tauben ihm bereits einen Willkommensausschuss bereitet haben.