Das neue postapokalyptische Drama von Apple TV, Pluribus, erschaffen von Vince Gilligan, geht von einer Prämisse aus, die wie ein Witz klingt: Ein Virus macht fast die gesamte Bevölkerung irrational glücklich. Doch weit entfernt von einem Paradies wird dieser erzwungene Optimismus zur Bedrohung. Die Serie folgt Carol, einer der wenigen immunen Personen, die die Welt vor einer tödlichen und ungefilterten Freundlichkeit retten muss.
Der Motor der Handlung: Ein Virus, der den emotionalen Code neu schreibt 🧠
Pluribus erkundet mit technischer Solidität, wie ein Krankheitserreger die neuronalen Schaltkreise des Glücks verändern könnte. Die Serie stützt sich auf Konzepte aus Neurowissenschaften und Verhaltenspsychologie, um einem Szenario Glaubwürdigkeit zu verleihen, in dem die Amygdala des Gehirns gekapert wird. Gilligan entwickelt eine Erzählung, in der Tracking- und Eindämmungstechnologie eine Schlüsselrolle spielt, und zeigt Carol, die alles von Drohnen bis zur Datenanalyse einsetzt, um Infizierte zu identifizieren und zu isolieren, während die Welt in einem ewigen Lächeln zusammenbricht.
Die Apokalypse mit einem eingefrorenen Lächeln im Gesicht überleben 😬
Das Beunruhigendste an Pluribus ist, dass das Ende der Welt wie eine endlose Achtsamkeitssitzung eines Unternehmens wirkt. Die Infizierten greifen nicht an: Sie bieten dir Kekse an und fragen nach deinem Tag. Carol muss sich mit Feinden auseinandersetzen, die sie zu Tode umarmen wollen. Es ist die einzige Apokalypse, bei der die Menschen an Freundlichkeit sterben und die Schutzräume voller Menschen sind, die vor verpflichtenden Selbsthilfekursen fliehen. Ein existenzieller Horror mit dem Gesicht eines lächelnden Emojis.