Die Wohnungskrise bleibt ungelöst, und ein konkreter Vorschlag gewinnt in Fachkreisen an Fahrt: die Enteignung von Ferienwohnungen, um sie in öffentlich geförderten Wohnraum umzuwandeln, wobei die Eigentümer zu den tatsächlichen Anschaffungskosten entschädigt werden. Es ist eine chirurgische Maßnahme, die das Problem an der Wurzel packt, die aber keine regierungsfähige Partei umzusetzen wagen wird.
Der Algorithmus der Enteignung: Tatsächliche Kosten vs. Marktwert 🏗️
Das System müsste Daten aus dem Kataster, den Grundbüchern und den Steuererklärungen abgleichen, um den Kaufpreis, inflationsbereinigt, zu berechnen. Es würden KI-Tools entwickelt, um Immobilien mit Ferienwohnungslizenz zu identifizieren und ihre genaue Entschädigung in Sekundenschnelle zu berechnen. Der Eigentümer würde das Geld innerhalb von 30 Tagen erhalten, während die Wohnung in einen öffentlichen Bestand überginge, der von einer autonomen Einrichtung verwaltet wird. Der technische Schlüssel liegt in der Rückverfolgbarkeit der tatsächlichen Kosten, um spekulative Wertsteigerungen zu vermeiden.
Das Airbnb der Zwietracht: Wenn deine Ferienwohnung profitabler ist als deine Stimme 😅
Aber klar, stell dir die Szene vor: Ein Politiker verspricht im Wahlkampf, deine Ferienwohnung zum Preis zu enteignen, den du 2015 bezahlt hast. Am nächsten Tag erinnert ihn sein Wahlkampfmanager daran, dass die Eigentümer dieser Wohnungen auch wählen und dass einige von ihnen dieselben sind, die die Kundgebungen finanzieren. Die Idee stirbt sofort, macht sich aber gut im Wahlprogramm. In der Zwischenzeit bleibt die Wohnung frei von Besetzern und voller Touristen, die in Dollar zahlen. Ironien des Marktes.