Die 3D-Technologie hat das Bohrhandwerk erreicht und verändert die Art und Weise, wie Arbeiten geplant und ausgeführt werden. Es geht nicht mehr darum, zu raten, wo die Rohrleitung verläuft, oder zu beten, kein Kabel zu durchtrennen. Mit dreidimensionalen Untergrundmodellen kann ein Bohrer Hindernisse visualisieren, bevor er den Bohrer ansetzt. Das reduziert Fehler, spart Zeit und vermeidet schmerzhafte Reparaturrechnungen.
Untergrundmodellierung und Navigationssoftware 🛠️
Ein klares Beispiel ist die horizontale Richtbohrung. Sie scannt das Gelände mit einem Georadar und erstellt mit Programmen wie AutoCAD Civil 3D oder Leica Geo Office ein 3D-Modell. Anschließend ermöglicht spezielle Software wie Vico Office oder Deep Exploration die Planung der exakten Bohrtrajektorie. Der Bediener sieht auf dem Bildschirm die Position des Bohrers in Echtzeit im Verhältnis zu unterirdischen Versorgungsleitungen. Schluss mit dem blinden Bohren und Hoffen auf das Beste.
Abschied vom sechsten Sinn des Bohrers 🤖
Früher rühmte sich der erfahrene Bohrer, ein Radar in den Händen zu haben. Er spürte Vibrationen, hörte Geräusche und sagte, wenn es schiefging, die Erde sei wütend gewesen. Heute, mit der 3D-Technologie, wurde diese mystische Gabe durch eine Software ersetzt, die sich weder über Schlamm beschwert noch eine Gehaltserhöhung verlangt. Das Einzige, was der Bohrer weiterhin tun muss, ist, sein Butterbrot und seine Thermoskanne Kaffee nicht zu vergessen.