Park Chan-wook führt die Jury der Filmfestspiele von Cannes 2026 an

16. May 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Der südkoreanische Filmemacher Park Chan-wook, Autor so präziser Werke wie Oldboy oder The Handmaiden, wird 2026 den Vorsitz der Jury der Filmfestspiele von Cannes übernehmen. Bekannt für seine visuelle Eleganz und seine zurückhaltende Art, erklärt der Regisseur, bereit für erbitterte Debatten bei der Auswahl der Goldenen Palme zu sein. Seine Vergangenheit als Aktivist gegen die Diktatur in Südkorea hat ihm eine Vorliebe für Rebellion und intensiven Dialog hinterlassen.

Park Chan-wook, gelassen und elegant, führt den Vorsitz der Jury in Cannes 2026, vor einem Hintergrund aus Palmen und Kinoleinwand.

Der Algorithmus der Kontroverse im Vorführsaal 🎬

Die Ankunft von Park in Cannes verspricht eine ungewöhnliche Dynamik in der Jury. Seine Erfahrung im Kino der psychologischen Spannung und der millimetergenauen Inszenierung lässt vermuten, dass sich die technischen Debatten auf Montage, Kameraführung und visuelle Erzählweise konzentrieren werden. Im Gegensatz zu anderen Präsidenten, die eher zum Konsens neigen, schätzt Park die Diskussion als kreatives Werkzeug. Seine Fähigkeit, Einstellungen und narrative Rhythmen zu sezieren, geschmiedet im politischen Widerstand, könnte die Treffen in so rigorose wie leidenschaftliche Analysesitzungen verwandeln.

Goldene Palme oder Bambuspalme: die Wahl des Kriegers 🏆

Stellen wir uns die Szene vor: Park im Beratungsraum, mit seinem rätselhaften Lächeln, wie er einer Jury zuhört, die eine leichte Komödie verteidigt. Mit der Ruhe eines Veteranen der Uni-Schützengräben wird er ein Argument über Plansequenzen und politischen Symbolismus vorbringen, das den Verteidiger des Films ins Schwitzen bringt. Am Ende wird die Goldene Palme an den unbequemsten Film gehen, und die Verlierer werden sich damit trösten, dass es zumindest keinen Kampf mit einem Hammer gab, wie in Oldboy.