Die niederländische Vizepremierministerin unterstützt die Kritik der USA an den geringen Verteidigungsausgaben Europas. Sie räumt ein, dass man jahrelang zu sehr von Washington abhängig war. Die Invasion der Ukraine wirkte wie ein Weckruf. Daher werden die Niederlande ihre Militärausgaben bis 2030 auf 2,8 % des BIP erhöhen, was bedeutet, dass öffentliche Mittel von anderen Diensten zum Militär umgeleitet werden.
Die technologischen Kosten der europäischen militärischen Autonomie 🛡️
Um diese 2,8 % zu erreichen, müssen die Niederlande ihr Arsenal mit Flugabwehrsystemen, Drohnen und Cybersicherheit modernisieren. Die lokale Industrie, wie Thales Nederland, wird Aufträge in den Bereichen Radar und elektronische Kriegsführung erhalten. Die Herausforderung ist jedoch nicht nur haushaltstechnischer Natur: Es mangelt an der Integration von Führungsnetzen zwischen den europäischen Ländern. Ohne standardisierte Protokolle und den Austausch von Echtzeitdaten nützt das zusätzliche Geld wenig. Die NATO fordert Interoperabilität, nicht nur neue Panzer.
Mehr für denselben Schirm bezahlen, aber mit Stolz 💶
Die niederländischen Bürger werden sehen, wie ihr Steuergeld in Raketen statt in Fahrräder oder Käse fliegt. Die Logik ist einfach: Wenn sie früher für eine amerikanische Militärversicherung bezahlt haben, zahlen sie jetzt für eine eigene, wenn auch genauso teure. Allerdings mit dem Trost, beim Abendessen sagen zu können, dass Europa kein passiver Begleiter mehr ist. Oder wie ein Beamter sagen würde: Wir zahlen lieber unserer Bank als unserem bewaffneten Nachbarn.