Die Straße von Hormus ist erneut Schauplatz einer geopolitischen Machtprobe mit hoher Spannung. Nach einer Waffenruhe, die sich nie wirklich gefestigt hatte, haben iranische Streitkräfte und die US-Marine Vorfälle gemeldet, die die Spannungen auf dieser für den Öltransit entscheidenden Route erhöhen. Iranische Beamte drohen mit der Schließung der Passage, falls sie sich in die Enge getrieben fühlen, während Washington mit der Entsendung weiterer Marineeinheiten in die Region reagiert.
Abschreckungstechnologie: Raketen und elektronische Kriegsführung im Golf ⚔️
Das Kräftemessen in Hormus wird nicht nur mit Schiffen ausgetragen. Der Iran hat Kurz- und Mittelstrecken-Seezielflugkörper wie den Noor und den Qader sowie Shahed-136-Angriffsdrohnen stationiert, die in Schwärmen operieren können. Die US-Fünfte Flotte setzt ihrerseits Zerstörer der Arleigh-Burke-Klasse ein, die mit dem Aegis-System ausgestattet sind und anfliegende Raketen abfangen können. Auch die elektronische Kriegsführung spielt eine Rolle: Es werden Störungen von GPS-Signalen und Funkkommunikation gemeldet, die darauf abzielen, die Flotten zu desorientieren, ohne einen einzigen Schuss abzugeben.
Die Meerenge schließt sich, das Öl wird teurer und du fährst Fahrrad 🚲
Während die Staatslenker diskutieren, ob die Meerenge geschlossen oder geöffnet wird, bereitet sich der Rest der Welt darauf vor, das Doppelte für Benzin zu bezahlen. Denn klar, nichts erinnert uns besser daran, dass der Rohölpreis von einem 33 Kilometer breiten Wasserkanal abhängt, als ein Streit zwischen Großmächten. Währenddessen drohen die Iraner mit Raketen und die Amerikaner antworten mit Flugzeugträgern, du hoffst nur, dass der nächste Volltanken nicht die Hypothek kostet. Die Diplomatie, diese große Vergessene, scheint Urlaub auf den Malediven zu machen.