Der WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus hat einen erneuten Angriff auf medizinisches Personal im Süden des Libanon angeprangert. Drei Sanitäter wurden in Deir Kifa verletzt, während sie in einer von israelischen Streitkräften besetzten Zone Dienst leisteten. Seit dem 2. März verzeichnet die WHO 152 Angriffe auf das Gesundheitswesen mit 103 Toten und 241 Verletzten. Tedros forderte den Schutz von Patienten und Gesundheitseinrichtungen.
Drohnen und Geolokalisierungssysteme: die Karte der Gewalt im Gesundheitswesen 🗺️
Die WHO nutzt geografische Informationssysteme, um diese Vorfälle in Echtzeit zu verfolgen. Die Daten werden mit Satellitenbildern und Feldberichten abgeglichen, um Angriffsmuster auf Krankenwagen und Krankenhäuser zu identifizieren. Die Technologie ermöglicht die Erkennung, dass 60 % der Angriffe in Gebieten mit schwerer Artillerie stattfinden. Die Präzision dieser Systeme verhindert jedoch nicht, dass eine lasergelenkte Rakete ein Fahrzeug mit deutlichen Rotkreuz-Emblemen treffen kann.
Die WHO fordert Frieden, aber Raketen lesen keine Berichte 🚀
Während Tedros den Schutz von Sanitätern fordert, denkt wohl so mancher Pilot in Eile, ein Krankenwagen sei ein Taxi mit Aufklebern. 152 Angriffe in zwei Monaten sind keine Pechsträhne, sondern ein Rekord, den nicht einmal das schlechteste Fußballteam erreichen würde. Die Freund-Feind-Erkennungstechnologie scheint einen Fehler zu haben: Sie unterscheidet nicht zwischen einem Sanitäter und einem Ziel. Vielleicht sollten die Drohnen so programmiert werden, dass sie die WHO-Kommuniqués lesen, bevor sie feuern.