Eine Frau zeigte ihren Exfreund wegen Misshandlung und sexueller Gewalt an und erwirkte eine einstweilige Verfügung, die es ihr erlaubte, auf einem Familienanwesen am Stadtrand von Madrid zu bleiben. Während des Verfahrens nahm sie auf dem Grundstück erotische Videos auf und veröffentlichte sie auf OnlyFans, wobei sie das Pseudonym okupafinca verwendete. Der Anwalt des Mannes beanstandete, dass die Wohnung zu einem Pornostudio geworden sei und damit geschlechtsspezifische Gewalt verharmlost werde. Zwei Richterinnen schenkten seiner Version keinen Glauben: Eine legte die Anzeige zu den Akten, die andere ordnete die sofortige Räumung an.
Die Rolle digitaler Beweise und der Geolokalisierung in Fällen geschlechtsspezifischer Gewalt 🧑⚖️
In diesem Fall erwiesen sich die Geolokalisierung der Videos und die Metadaten der Aufnahmen für die Richterin als entscheidend. Die Veröffentlichungsdaten auf OnlyFans stimmten mit dem Gültigkeitszeitraum der einstweiligen Verfügung überein. Zudem behauptete die Frau, sie habe bereits während der Beziehung erotische Inhalte aufgenommen, doch die digitalen Aufzeichnungen zeigten, dass die Aktivität nach der Anzeige zunahm. Der Gerichtsbeschluss vom 8. April deutete auf eine mögliche unlautere Absicht hin, da die Anzeige zeitlich mit der Aufforderung des Exfreundes zur Räumung des Anwesens zusammenfiel.
Das Haus des Schreckens: Vom Zufluchtsort zum ländlichen Filmset mit Bäuerinnenkostüm 🏡
Die Frau, in einem der Videos als Bäuerin verkleidet, nannte das Anwesen das Haus des Schreckens. Vielleicht war der einzige wirkliche Schrecken der ihres Exfreundes, als er sah, dass sein Eigentum zu einem Filmset für Erwachseneninhalte geworden war. Der Anwalt des Mannes deutete an, dass die Wohnung von einem Zuhause zu einem Pornostudio geworden sei. Die Richterin, weit davon entfernt zu lachen, ordnete die sofortige Räumung an. Zumindest hat die Frau bereits Erfahrung darin, einen neuen Ort für ihre nächsten Dreharbeiten zu suchen.