Ein Fund auf der Osterinsel bringt das Rätsel des Rongo Rongo wieder auf den Tisch, ein System von etwa 400 Piktogrammen, das niemand entziffern konnte. Die Schlüsselfrage ist nicht, was diese Glyphen aussagen, sondern wer sie erfunden hat: die Rapa Nui selbst oder ein Europäer, der im 17. Jahrhundert dort vorbeikam. Die Antwort würde bestimmen, ob es in Polynesien eine autochthone Schrift gab.
Kohlenstoff-14 und Algorithmen gegen das Rätsel der Piktogramme 🧬
Die Forscher haben die Tafel einer Kohlenstoff-14-Datierung und einer Analyse organischer Pigmente unterzogen. Die vorläufigen Ergebnisse deuten auf ein Datum vor der Ankunft der ersten europäischen Seefahrer hin, was die Hypothese eines lokalen Ursprungs stärken würde. Darüber hinaus werden Mustererkennungsmodelle angewendet, um die Symbolsequenz mit anderen bekannten Schriftsystemen zu vergleichen und nach strukturellen Ähnlichkeiten zu suchen, die bei der Nachzeichnung ihrer Entwicklung helfen.
Spoiler: Die Tafel sagt nur hier gibt es WLAN 🤣
Während die Experten diskutieren, ob das Rongo Rongo rein polynesisch oder ein Souvenir aus dem 17. Jahrhundert ist, erwartet man fast, dass sich die neue Tafel als Einkaufsliste eines Stammeshäuptlings entpuppt. Oder noch schlimmer: dass die 400 Glyphen die Bedienungsanleitung eines Moai sind und wir sie seit Jahrhunderten als epische Poesie interpretieren. Zumindest, wenn es autochthon ist, bestätigen wir, dass die Rapa Nui schon vor uns Bürokratie hatten.