Wenn wir über große Action-Fernsehserien sprechen, taucht der Name Noriyuki Abe als eine Säule von Studio Pierrot auf. Seine Karriere ist mit Franchises verbunden, die eine ganze Generation geprägt haben, wie Bleach und Yu Yu Hakusho. Sein Ansatz zielt nicht nur auf Kämpfe ab: Er will, dass jeder Schlag eine visuelle und emotionale Geschichte erzählt, gestützt auf eine Regie, die Farbe und Musik perfekt einzusetzen weiß, um die Spannung zu steigern.
Fließende Choreografie und Kontrolle des narrativen Rhythmus 🎬
Abes Handschrift zeigt sich darin, wie er Kämpfe strukturiert. Er beschränkt sich nicht darauf, Bewegungen zu choreografieren; er versteht, dass ein Shonen-Kampf dramatische Pausen braucht, damit der Zuschauer die Wirkung verarbeiten kann. In Bleach zum Beispiel wechselt er zwischen Nahaufnahmen der Charaktere und Kamerafahrten, die der Action folgen, alles synchronisiert mit dem Soundtrack. Diese Methode ermöglicht es, Spannung aufzubauen, ohne zu überladen – etwas, das er in Black Butler mit einem zurückhaltenderen, aber ebenso effektiven Ton wiederholte.
Wenn der Regisseur auch Insiderwitze erzählen kann 😏
Das Kuriosum an Abe ist, dass er trotz der Regie ernster Serien einen subtilen Sinn für Humor hat. In Yu Yu Hakusho fügte er Szenen ein, in denen die Charaktere die vierte Wand durchbrechen, um sich über die Animationsbudgets zu beschweren. Und in Bleach schaffte er es, dass Ichigo so epische wie absurde Sätze schreit, ohne dass sie an Glaubwürdigkeit verlieren. Am Ende ist sein Geheimnis einfach: Shonen mit Respekt behandeln, aber sich selbst nicht zu ernst nehmen.