Eine Studie des Journal of Human Evolution zeigt, dass Neandertaler vor etwa 100.000 Jahren Zähne von Nashörnern mit schmaler Nase in vielseitige Werkzeuge verwandelten. Diese Hominiden lebten mit der Art in Europa zusammen und nutzten die Härte des Zahnschmelzes zum Schnitzen, Schaben und Schneiden. Der Fund erweitert das Wissen über ihre Anpassungsfähigkeit und Nutzung lokaler Ressourcen.
Paläolithische Technologie: Wie sie Nashornzähne bearbeiteten 🔧
Die Analyse der Fossilien zeigt, dass Neandertaler Backenzähne von Nashörnern aufgrund ihrer Dicke und Widerstandsfähigkeit auswählten. Sie verwendeten direkte Schlagtechnik mit Steinen, um den Zahnschmelz zu splittern und scharfe Kanten ähnlich wie Abschläge zu erzeugen. Anschließend wurden mit Knochen oder Holz feine Retuschen aufgebracht, um funktionale Schneiden zu definieren. Dieser Prozess erforderte Kontrolle über den Bruch und Kenntnis des Rohmaterials, was auf eine spezialisierte Technik hindeutet, die zwischen Gruppen weitergegeben wurde.
Das Nashorn lieh seine Zähne nicht, sie wurden ihm genommen 🦏
Stell dir vor, der Neandertaler erklärt seinen Kollegen, dass er einen Dosenöffner brauchte und das einzige verfügbare Material das Gebiss eines Nashorns war. Das Tier war mit der Leihe wahrscheinlich nicht einverstanden. Aber hey, wenn sie schon Zwei-Tonnen-Viecher jagen mussten, nutzten sie wenigstens die Backenzähne. Gut, dass sie keine Zitruspressen erfanden, sonst wäre das arme Nashorn als Mixer geendet.