Neandertaler nutzten Nashornzähne als Mehrzweckmesser

14. May 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Eine Studie des Journal of Human Evolution zeigt, dass Neandertaler vor etwa 100.000 Jahren Zähne von Nashörnern mit schmaler Nase in vielseitige Werkzeuge verwandelten. Diese Hominiden lebten mit der Art in Europa zusammen und nutzten die Härte des Zahnschmelzes zum Schnitzen, Schaben und Schneiden. Der Fund erweitert das Wissen über ihre Anpassungsfähigkeit und Nutzung lokaler Ressourcen.

Eine Illustration zeigt einen Neandertaler, der mit einem geschärften Nashornzahn Holz bearbeitet, zusammen mit ähnlichen Werkzeugen und Knochenresten in einer prähistorischen Landschaft.

Paläolithische Technologie: Wie sie Nashornzähne bearbeiteten 🔧

Die Analyse der Fossilien zeigt, dass Neandertaler Backenzähne von Nashörnern aufgrund ihrer Dicke und Widerstandsfähigkeit auswählten. Sie verwendeten direkte Schlagtechnik mit Steinen, um den Zahnschmelz zu splittern und scharfe Kanten ähnlich wie bei Abschlägen zu erzeugen. Anschließend führten sie mit Knochen oder Holz feine Retuschen durch, um funktionale Schneiden zu definieren. Dieser Prozess erforderte Kontrolle über den Bruch und Wissen über das Rohmaterial, was auf eine spezialisierte Technik hindeutet, die zwischen Gruppen weitergegeben wurde.

Das Nashorn lieh seine Zähne nicht aus, sie wurden ihm genommen 🦏

Stell dir vor, der Neandertaler erklärt seinen Kollegen, dass er einen Dosenöffner brauchte und das einzige verfügbare Material das Gebiss eines Nashorns war. Das Tier war mit der Leihe wahrscheinlich nicht einverstanden. Aber hey, wenn sie schon Zwei-Tonnen-Viecher jagen mussten, nutzten sie wenigstens die Backenzähne. Gut, dass sie keine Zitruspressen erfanden, sonst wäre das arme Nashorn als Mixer geendet.