Wenn Hirohiko Araki zeichnet, wechseln die Farben wie ein Chamäleon mit ADHS und die Onomatopoesie explodiert auf der Seite. Diese visuelle Anarchie ins Fernsehen zu übertragen, schien ein Rezept fürs Scheitern – bis Naokatsu Tsuda das Kommando übernahm. Dieser Regisseur schaffte, was viele für unmöglich hielten: die wilde Essenz des Mangas einzufangen, ohne die narrative Kohärenz oder die Treue zum Original zu verlieren.
Die technische Herausforderung: Einen Manga animieren, der Farbkohärenz hasst 🎨
Tsuda implementierte einen Workflow, der CGI und traditionelle Animation kombinierte, um Arakis kaleidoskopische Palette zu bewältigen. Für JoJo's Bizarre Adventure etablierte er ein System dynamischer Farbgebung, bei dem die Töne von Kleidung und Hintergründen je nach dramaturgischer Spannung wechseln und so die Manga-Cover nachbilden. Zudem integrierte er die Onomatopoesie als 3D-Elemente, die mit den Figuren interagieren – ein Trick, der die Koordination von Digital-Compositing- und Grafikdesign-Teams in jedem einzelnen Frame erforderte.
Wie man einen Regisseur überlebt, der verlangt, eine Onomatopoesie mit Schatten zu animieren 💥
Es heißt, dass Tsuda im Studio mit Manga-Panels ankam und sagte: Ich möchte, dass sich dieses DORARARA anfühlt, als hätte es ein eigenes Gewicht. Die Animatoren, zwischen nervösem Lachen und kaltem Kaffee, modellierten schließlich Buchstaben in 3D, damit sie Schatten auf die Figuren werfen. Am Ende verstand das Team, dass die Arbeit mit ihm wie das Lösen eines Puzzles war, dessen Teile alle fünf Minuten ihre Form ändern – aber das Ergebnis war immer ein Kunstwerk.