Der Designer Mehmood Bhatti wurde wegen Steuerbetrugs verurteilt: zwei Jahre auf Bewährung, 150.000 Euro Geldstrafe und zehn Jahre ohne Führung von Unternehmen. Drei Uhren und drei Jaguars wurden ihm beschlagnahmt. Währenddessen erhielt Emmanuel Moulin, der ehemalige Stabschef von Macron, die Stimmen, um neuer Gouverneur der Banque de France zu werden, was die staatliche Kontrolle über die Geldpolitik verstärkt.
Die Steuertechnologie, die die Jaguars nicht erkannte 🕵️
Die Ermittlungen gegen Bhatti nutzten Werkzeuge der Finanzanalyse und den Abgleich von Bankdaten, um nicht deklarierte Einkünfte aufzuspüren. Systeme der künstlichen Intelligenz und Blockchain werden von Steuerbehörden übernommen, um Muster von Steuerhinterziehung zu identifizieren. Dennoch verhindern dieselben Systeme nicht, dass ein enger Mitarbeiter des Präsidenten eine Schlüsselposition in der Zentralbank übernimmt, was darauf hindeutet, dass die Algorithmen politische Einflüsse noch nicht herausfiltern.
Vom Laufsteg zur Bank: Mode und Geldwäsche 💰
Bhatti verlor seine Jaguars, aber Moulin gewann eine Zentralbank. Vielleicht hätte der Designer Uhren statt Mode verkaufen sollen, oder besser noch, sich als Gouverneur bewerben: Offenbar werden dort Betrügereien mit Parlamentsstimmen belohnt. Zumindest könnten die beschlagnahmten Jaguars als Dienstfahrzeuge für die neuen Ratsmitglieder der Banque de France dienen.