Eine Reuters-Recherche deckt die Strategie von Meta und Google auf: Sie finanzieren Kinderorganisationen wie Sesame Workshop, Highlights Magazine und die Girl Scouts mit zig Millionen. Ziel ist es, einen moderaten Technologiekonsum bei Kindern zu fördern. Gleichzeitig entwickeln beide Unternehmen jedoch Apps mit Mechanismen, die das Abschalten erschweren, was einen Widerspruch zwischen ihrer Rhetorik und ihrem Geschäftsmodell schafft.
Das technische Paradoxon des digitalen Wohlbefindens von Kindern 🤔
Google hat für 2024 mindestens 20 Millionen US-Dollar für Initiativen zum digitalen Wohlbefinden bereitgestellt. Seine Lehrmaterialien normalisieren die Nutzung von Smartphones bei Kindern im Alter von 6 bis 12 Jahren und kollidieren damit mit den Empfehlungen der American Academy of Pediatrics, die eine spätere Nutzung empfiehlt. Gleichzeitig sind die Oberflächen von YouTube Kids oder Instagram mit Feedbackschleifen und Benachrichtigungen gestaltet, die zum Verweilen anregen, nicht zum Pausieren. Die Finanzierung von Kinderorganisationen fungiert als sozialer Schutzschild, während die Nutzungsmuster unverändert bleiben.
Das Handbuch des digitalen Doppellebens 😅
Es stellt sich also heraus, dass dasselbe Unternehmen, das dir einen endlosen Feed entwirft, damit du das Handy nicht loslässt, deine Freunde von der Sesamstraße dafür bezahlt, dir beizubringen, es loszulassen. Es ist, als würde ein Kamel einen Vortrag über die Gefahren von Zucker finanzieren. Das Lustigste ist, dass die Lehrmaterialien, bezahlt mit Werbegeldern, die Nutzung von Wellness-Apps desselben Unternehmens vorschlagen. Die Lösung für das Problem, das sie selbst geschaffen haben, kommt in ihrer eigenen kleinen Schachtel mit Recycling-Aufkleber.