Fünf Jahrzehnte nach ihrer Gründung in der algerischen Wüste überleben mehr als 170.000 sahrauische Flüchtlinge in Lagern, in denen extreme Hitze, Isolation und Ressourcenknappheit an der Tagesordnung sind. Die Abhängigkeit von internationaler Hilfe ist total, und die Angst, in einer Welt mit ständigen Krisen vergessen zu werden, wächst täglich.
Technologischer Einsatz in der Wüste: Konnektivität als Grenze 📡
Die Telekommunikationsinfrastruktur in den Lagern ist begrenzt. Die Mobilfunkabdeckung hängt von Satellitenantennen und Signalverstärkern ab, die aufgrund des fehlenden stabilen Stromnetzes mit Solarpaneelen betrieben werden. Projekte für digitales Radio und Internetzugang über Glasfaser wurden von Kooperationsagenturen umgesetzt, aber die Bandbreite ist gering und die Wartung der Geräte aufgrund von Sand und extremen Temperaturen komplex.
Das WLAN der Wüste: langsamer als ein Kamel mit Kater 🐪
Die Verbindungsgeschwindigkeit in den Lagern ist so niedrig, dass das Herunterladen eines Memes länger dauert als das Aufstellen eines Zeltes. Die jungen Sahrauis haben eine stoische Geduld entwickelt: Sie warten fünf Minuten, bis ein einminütiges Video geladen ist. Wenigstens haben sie, wenn der Wind die Antenne umwirft, die perfekte Ausrede, dem Wetter die Schuld zu geben und ein Nickerchen in der Sonne zu machen.