Der Buchclub von New Scientist tauchte im April in Der Rote Mars von Kim Stanley Robinson ein. Die Erfahrung war positiv, wenn auch mit einigen Vorbehalten. Dieser Science-Fiction-Roman zeichnet sich durch seine detaillierte und plausible Beschreibung der Terraformung des Roten Planeten aus, sowie durch die Tiefe seiner Charaktere und die komplexen politischen und sozialen Dynamiken unter den ersten Siedlern.
Die Kunst, eine eisige Wüste in einen Garten zu verwandeln 🌱
Robinson spart nicht an technischen Details, um zu erklären, wie man den Mars erwärmt, seine Atmosphäre freisetzt und einen Wasserkreislauf erzeugt. Von der Installation orbitaler Spiegel bis zur Einführung modifizierter Bakterien und Flechten ist jeder Schritt in realer Wissenschaft begründet. Die Siedler debattieren über die Ethik, eine ganze Welt zu verändern, und stehen vor ökologischen Dilemmata und der Kontrolle von Ressourcen. Der Roman wird so zu einem Handbuch der Planetenentwicklung, in dem die Technologie der Motor des sozialen Wandels ist.
Wenn deine Nachbarn in der Kuppel nervige Zeitgenossen sind 😅
Denn ja, du hast einen hochmodernen Raumanzug, aber du musst dich immer noch mit demjenigen herumschlagen, der seinen Müll nicht wegräumt, oder demjenigen, der seine Religion in der Kolonie durchsetzen will. Die Mars-Politik ist ein Schultheaterdrama mit Morden und Revolutionen. Robinson erinnert uns daran, dass wir Menschen, egal wie fortschrittlich die Technologie ist, immer noch Experten darin sind, uns das Leben schwer zu machen, selbst 225 Millionen Kilometer von der Erde entfernt.