Die Europäische Union hat bestätigt, dass Industriemaschinen nicht der neuen KI-Verordnung unterliegen werden. Hersteller von Robotern, Pressen und Produktionslinienausrüstung müssen lediglich die bereits bestehenden sektoralen Vorschriften einhalten und vermeiden so eine Doppelregulierung, die der Sektor für unnötig hielt.
Technische Auswirkungen für Entwickler eingebetteter Software 🤖
Für Systemintegratoren bedeutet dies, dass Steuerungs- und Bildverarbeitungsalgorithmen in Werkzeugmaschinen weiterhin den Sicherheitsrichtlinien wie der 2006/42/EG unterliegen. Eine Zertifizierung der KI-Compliance für Hochrisikosysteme ist nicht erforderlich, wenn das System lediglich Prozesse optimiert, ohne kritische autonome Entscheidungen zu treffen. Die Firmware-Entwicklung kann ohne zusätzliche Änderungen nach den IEC 61508-Standards fortgesetzt werden.
Die industrielle KI atmet auf (und der Anwalt auch) ⚖️
Brüssel hat entschieden, dass hydraulische Pressen keine Erlaubnis zum Denken benötigen. Während existenzielle Chatbots über Papierkram jammern, werden Schweißroboter weiterhin Metall schmelzen, ohne um Verzeihung zu bitten. Allerdings: Wenn ein Roboterarm Überstunden macht und Teile auf den Chef wirft, liegt die Schuld beim Bedienungshandbuch, nicht bei der künstlichen Intelligenz.