Das traditionelle Handwerk des Maskenbildners basiert auf Pigmenten, Pinseln und Geduld. Wenn es jedoch darum geht, einen Latex-Effekt, eine Gesichtsprothese oder ein Fantasie-Make-up zu entwerfen, spart die 3D-Technologie Zeit und vermeidet Fehlversuche. Sie ermöglicht es, das Gesicht des Kunden in einer Software zu modellieren, Texturen und Farben virtuell zu testen und anschließend exakte Formen zu drucken, die ohne eine halbe Schachtel Schwämme auskommen.
Gesichtsscan und Modellierung für hyperrealistische Prothesen 🎭
Der Prozess beginnt mit einem 3D-Handscanner (wie dem Revopoint POP 3), um die exakte Geometrie des Gesichts zu erfassen. Mit Programmen wie Blender oder ZBrush wird die Prothese oder der Hauteffekt entworfen. Anschließend wird sie in eine Slicing-Software wie Chitubox exportiert, um sie mit flexiblem Harz in 3D zu drucken. Das Ergebnis ist eine Form, die perfekt sitzt. Der Maskenbildner trägt nur noch die flüssige Haut und die Pigmente auf, was die Anpassungszeit und Nachbesserungen reduziert.
Abschied von trockenem Spachtel und Gips im Gesicht 🎨
Früher trug der Maskenbildner für eine künstliche Nase feuchten Gips auf den Schauspieler auf, der hustete, lachte und schließlich Gips in den Wimpern hatte. Heute berechnet die Software mit einem zehnminütigen Scan die exakte Krümmung, und der Drucker spuckt die Form aus. Der Schauspieler muss nur stillsitzen, ohne dass ihm jemand Malerkrepp auf die Augenbrauen klebt. Die 3D-Technologie nimmt kein Talent weg, verhindert aber, dass der Maskenbildner getrockneten Kleber vom Hals des Kunden kratzen muss.