Die Premiere von Roméo et Juliette am Teatro Real brachte eine unerwartete Schlacht mit sich: Scheinwerfer, die auf das Publikum gerichtet waren, verursachten Unannehmlichkeiten und Auseinandersetzungen unter den Besuchern. Die Inszenierung erwies sich als verwirrend, aber die Darbietung der Sopranistin Nadine Sierra, des Chors und des Orchesters unter der Leitung von Carlo Rizzi erhob den Abend. Die Vorstellung bot musikalische Qualität, obwohl technische Probleme das Gesamterlebnis trübten.
Beleidigende Scheinwerfer: Wenn die Beleuchtung auf der Bühne versagt 🎭
Die Beleuchtungstechnik, die dazu entwickelt wurde, Atmosphären zu schaffen, wurde zur ungewollten Hauptdarstellerin. Die direkt auf das Parkett gerichteten Scheinwerfer blendeten die Zuschauer während mehrerer Passagen, verursachten Unbehagen und verbale Auseinandersetzungen. Dieser Planungsfehler in der Technik stand im Gegensatz zur präzisen Arbeit des Orchesters. Eine korrekte Kalibrierung der Projektoren oder die Verwendung von Diffusoren hätte den Konflikt vermeiden können. Die Lektion ist klar: Ohne Lichtkontrolle kann selbst die beste Partitur in den Hintergrund treten.
Sehen und nicht gesehen werden: die neue Opernmodalität 😎
Die Besucher bezahlten, um die Sänger zu sehen, wurden aber selbst zum Mittelpunkt der Scheinwerfer. Einige baten statt zu applaudieren um Sonnenbrillen am Sitzplatz. Wenn die Idee war, einen interaktiven Romeo und Julia zu schaffen, haben sie es geschafft: Das Publikum erlebte am eigenen Leib das Drama, nicht hinsehen zu können. Allerdings half die vorübergehende Blindheit zumindest dabei, die verwirrende Inszenierung zu ignorieren.