Die Tribute von Panem: Eine Dystopie, die heute schwindelig macht

16. May 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Die Saga Die Tribute von Panem bleibt als Warnung vor Krieg und Überleben aktuell, aber sie heute wiederzulesen ist kein Spaziergang durch das Kapitol. Ihr realistischer Ansatz, weit entfernt von eskapistischer Fantasie, macht sie in Zeiten, in denen die Realität bereits wie eine Reality-Show wirkt, zu einer schwer verdaulichen Kost. Hinzu kommt ein technisches Problem, das nicht hilft: die wackelige Kamera des ersten Teils.

Eine unscharfe Katniss mit gespanntem Bogen hinter einer wackeligen Kamera; grauer Hintergrund aus Sand und Rauch.

Gary Ross' Wackeln: Eine Dokumentation, die schwindelig macht 🎥

Gary Ross strebte für den ersten Film einen dokumentarischen Stil an, aber der übermäßige Einsatz von Handkameras ist für den heutigen Zuschauer störend. Die Technik, die Chaos und Dringlichkeit vermitteln soll, führt zu einem instabilen visuellen Erlebnis, das im Gegensatz zu der stabileren Kinematografie steht, an die wir gewöhnt sind. Anstatt uns in die Arena eintauchen zu lassen, schüttelt sie uns gnadenlos durch. Es ist, als würde man ein Fußballspiel sehen, das von einem Zuschauer mitten in der Fankurve gefilmt wurde: realistisch, aber nicht unbedingt angenehm.

Wie man die Übelkeit der Spiele überlebt 🤢

Die Tribute von Panem heute zu sehen, ist wie eine Achterbahnfahrt, ohne vorher ein Dramamine genommen zu haben. Die Kamera zittert mehr als ein Tribut bei der Auslosung, und man fragt sich am Ende, ob die wahre Überlebensprüfung nicht darin besteht, den Film durchzuhalten, ohne die Augen zu schließen. Wenigstens kann man, wenn einem übel wird, Gary Ross die Schuld geben und nicht dem Mangel an Brot.