Christophe Leribault übernimmt die Präsidentschaft des Louvre-Museums und löst damit Laurence des Cars ab. Sein Plan sieht nicht vor, die Vergangenheit auszulöschen, sondern die Mission des Museums mit einer Mischung aus Demut, Mut und Ehrgeiz zu stärken. Zu seinen Prioritäten gehören: die Verbesserung des Besuchererlebnisses, die Modernisierung der Einrichtungen und die Erweiterung der Zugänglichkeit, alles ohne die Erhaltung der Sammlungen zu vernachlässigen.
Modernisierung ohne Aufsehen: Technologie im Dienste der Kunst 🖼️
Leribault setzt auf eine schrittweise technische Aktualisierung des Museums. Vorgesehen ist die Implementierung intelligenter LED-Beleuchtungssysteme, um empfindliche Werke zu schützen und den Energieverbrauch zu senken. Auch die Klimatisierungssysteme in wichtigen Sälen werden erneuert, mit IoT-Sensoren, die Temperatur und Luftfeuchtigkeit in Echtzeit überwachen. Die digitale Zugänglichkeit wird durch eine App gestärkt, die personalisierte Routen und Augmented Reality zur Erklärung historischer Zusammenhänge bietet. All dies ohne Aufsehen und ohne Versprechungen einer radikalen Transformation.
Der neue Chef des Louvre: demütig, aber mit einer To-Do-Liste so lang wie die Gioconda 📋
Leribault sagt, er komme mit Demut, aber seine Liste der anstehenden Aufgaben wirkt wie aus einem Kapitel endloser Reformen. Während die Besucher davon träumen, die Mona Lisa ohne Menschenmenge sehen zu können, plant er, Toiletten zu modernisieren und das WLAN zu verbessern. Zumindest verspricht er, das von seiner Vorgängerin Geschaffene nicht rückgängig zu machen. Ein edler Gestus, auch wenn vielleicht das Einzige, was keiner dringenden Reparatur bedarf, die Geduld der anstehenden Touristen ist.