Eine in der British Ecological Society veröffentlichte Studie zeigt, dass Vögel einen Meter früher auffliegen, wenn sich eine Frau nähert, als wenn ein Mann dies tut. Die in fünf europäischen Ländern mit 2.701 Beobachtungen von 37 Arten wie Amseln und Spatzen durchgeführte Untersuchung zeigt einen Unterschied von 11 % in der Fluchtdistanz. Die Wissenschaftler diskutieren noch über die Ursachen dieses Verhaltens.
Sensoren und Algorithmen zur Messung der Fluchtdistanz bei Vögeln 🧠
Das Team verwendete einen systematischen Ansatz, um die Fluchtdistanzen in städtischen Umgebungen zu erfassen. Die Beobachter gingen mit konstanter Geschwindigkeit auf die Vögel zu und zeichneten präzise den genauen Punkt auf, an dem sie den Flug begannen. Die Daten wurden mit statistischen Modellen verarbeitet, die Variablen wie den Lebensraumtyp, die Tageszeit und die Gruppengröße berücksichtigten. Der Unterschied von einem Meter zwischen den Geschlechtern blieb auch nach Bereinigung um Faktoren wie die Körpergröße des Beobachters oder die Kleidungsfarbe konstant.
Vögel haben auch ein Geschlechterradar 🐦
Es scheint, als hätten Spatzen einen sechsten Sinn entwickelt, um zu erkennen, ob der sich Nähernde eine Kamera oder eine Brottüte zücken wird. Vielleicht liegt es daran, dass Frauen leiser gehen und die Vögel, von Natur aus misstrauisch, lieber kein Risiko eingehen. Oder vielleicht denken die Männchen dieser Arten, wenn sie einen Mann sehen: Dieser Kumpel wird mir nichts tun. Die Wissenschaft hat noch Arbeit vor sich.