Caritas hat den Finger in die Wunde gelegt: Wohnraum in Sevilla hat sich von einem Grundrecht zu einem Luxusgut entwickelt, das Tausende von Familien vertreibt. Während Neubauwohnungen mit traumhaften Preisen aus dem Boden gestampft und öffentliche Gelder umgeleitet werden, hausen Menschen in fensterlosen Zimmern oder direkt auf der Straße. Der Widerspruch ist so offensichtlich, dass er schmerzt.
Daten und Algorithmen: So wird die Mietblase gekocht 📊
Die Plattformen für Ferienwohnungen und die Algorithmen für dynamische Preisgestaltung haben das Zentrum Sevillas in einen Vergnügungspark für Investoren verwandelt. Währenddessen stagniert der Bau von Sozialwohnungen bei 2% aller neuen Wohnungen. Die Spekulation nährt sich von Daten: Der durchschnittliche Mietpreis ist in fünf Jahren um 40% gestiegen, während sich das Angebot an bezahlbaren Wohnungen halbiert hat. Man muss kein Ingenieur sein, um zu sehen, dass das Problem hausgemacht ist, kein Zufall.
Zauberlösung: Eine Luxuswohnung und ein Zelt als Zugabe 🏕️
Der Vorschlag einiger Politiker ist genial: Mehr Luxuswohnungen bauen, damit die Armen durch den Dominoeffekt einen Schrank mieten können. Die realistische Lösung hingegen besteht darin, Preise zu begrenzen, öffentlichen Wohnungsbau zu fördern und Spekulanten zu bestrafen. Aber das verkauft sich natürlich nicht so gut wie das Versprechen eines Penthouses mit Blick auf die Giralda, nur um am Ende auf einer Bank im Aljarafe zu schlafen.