EU gegen Deepfakes: Schluss mit ungewollter Fake-Pornografie

18. May 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Die Europäische Union bereitet sich darauf vor, durch künstliche Intelligenz erzeugte Deepfakes zu regulieren – jene visuellen oder auditiven Inhalte, die so realistisch sind, dass wir Echtes von Falschem nicht mehr unterscheiden können. Das Problem ist gravierend: 98 % der Deepfakes im Internet sind ohne Einwilligung erstellte Pornografie, und 94 % der Opfer sind Frauen. Nudifier-Apps verschlimmern die Situation, indem sie reale Personen digital entkleiden.

Ein geteilter Bildschirm zeigt eine verängstigte Frau vor einem falschen 'Deepfake'; im Hintergrund die EU-Flagge und ein zerbrochenes Schloss symbolisieren die neue Regulierung.

Wie KI falsche intime Bilder erzeugt und was die EU plant 🤖

Nudifier-Apps nutzen generative gegnerische Netzwerke, die mit Tausenden von Bildern nackter Körper trainiert wurden, um die Kleidung eines echten Fotos zu entfernen. Das Ergebnis ist eine hyperrealistische Montage, die das Opfer nicht autorisiert hat. Die EU schlägt vor, diese Inhalte als manipuliert zu kennzeichnen, Transparenz von den Entwicklern zu verlangen und Sanktionen für diejenigen zu schaffen, die dieses Material ohne Erlaubnis verbreiten. Die Regelung zielt darauf ab, den technischen Hahn zuzudrehen.

Der meistgenutzte Nudifier: jetzt mit Warnhinweis ⚠️

Die Unternehmen hinter diesen Apps sind sicherlich begeistert: Sie werden einen Zustimmungsbutton erstellen, den niemand liest, ein Kontrollkästchen, das etwa besagt: Ich stimme zu, dies nicht für Racheakte zu verwenden. Denn natürlich liegt das Problem nicht in der Technologie, sondern darin, dass die Leute nicht wissen, wie man sie nutzt. Wir werden ja sehen, wie sie einen Deepfake eines tanzenden Politikers oder eines berühmten Models ohne Hemd kennzeichnen. Ironie der Regulierung dessen, was nie hätte existieren dürfen.