Die Kathedrale La Seo in Saragossa hat nach fünfzehn Jahren ohne Beleuchtungssystem ihre nächtliche Illumination zurückerhalten. Das Domkapitel hat 85.000 Euro in ein neues LED-System investiert, das die mudéjar-Architektur des Gebäudes hervorhebt. Die feierliche Einschaltung wurde vom Erzbischof von Saragossa, Carlos Escribano, und der Bürgermeisterin, Natalia Chueca, vorgenommen. Die Beleuchtung hebt Elemente wie die Vierungskuppel (Cimborrio), den Turm und die Mauer der Parroquieta hervor und verleiht einem der wichtigsten Denkmäler der Stadt wieder nächtliche Sichtbarkeit.
LED und Fernsteuerung: Die Technologie, die dem Mudéjar das Licht zurückbrachte 💡
Das neue System basiert auf energieeffizienten LED-Leuchten, die an strategischen Punkten verteilt sind, um harte Schatten auf den mudéjar-Ziegeln und Stuckarbeiten zu vermeiden. Die Scheinwerfer ermöglichen es, Intensität und Farbton des Lichts über eine zentrale Steuerung anzupassen, passend zu Veranstaltungen oder Jahreszeiten. Es wurden 48 Projektoren mit einer geschätzten Lebensdauer von 50.000 Stunden installiert, wodurch der Energieverbrauch im Vergleich zu alten Systemen um 70 % gesenkt wird. Die Installation erforderte vorherige Studien, um die Fassaden nicht zu beschädigen oder die Wahrnehmung der Originalfarbe des Denkmals zu verändern.
Der 15-jährige Blackout: Als selbst Gott eine Taschenlampe brauchte 🔦
Fünfzehn Jahre lang wirkte La Seo wie ein Denkmal im Sparmodus. Nächtliche Touristen gaben sich mit unscharfen Fotos zufrieden, und die Anwohner scherzten, der Erzbischof habe Energiearmut gelobt. Jetzt, mit einer Investition von 85.000 Euro, ist die Kirche wieder sichtbar. Zumindest bis jemand daran denkt, dass die Stromrechnung vom Domkapitel bezahlt wird. Hoffen wir, dass es nicht wieder fünfzehn Jahre dauert, um eine Glühbirne zu wechseln.