Die konventionelle Quantenmechanik sagt uns, dass Teilchen weder einen Ort noch eine Geschwindigkeit haben, bis wir sie messen, als ob die Realität eine Pause einlegen würde. Der Physiker David Bohm schlug jedoch eine radikale Alternative vor: Teilchen befinden sich immer an einem bestimmten Ort, geleitet von einer Pilotwelle, die ihren Weg vorgibt. Diese Sichtweise, bekannt als Bohmsche Mechanik, gibt der subatomaren Welt ihre Objektivität zurück, auch wenn die wissenschaftliche Gemeinschaft sie wie einen unangenehmen Verwandten beim Abendessen der Physik behandelt hat.
Experimente zur Erfassung der Pilotwelle 🧪
Die Kolumnistin Karmela Padavic-Callaghan deutet an, dass Bohms Theorie nicht nur Philosophie ist; sie kann getestet werden. Ein zentraler Ansatz sind Experimente mit verschränkten Teilchen, bei denen die Pilotwelle des einen das andere unabhängig von der Entfernung beeinflussen könnte. Auch komplexe Quantensysteme wie Rydberg-Atome oder Fullerene werden erforscht, wo die Interferenz der Pilotwelle messbare Spuren hinterlassen würde. Wenn dieser Einfluss nachgewiesen wird, müsste die Physik ihr Handbuch überarbeiten.
Pilotwelle: das Quanten-GPS, das niemand bestellt hat 🛰️
Es stellt sich also heraus, dass Teilchen nicht wie Teenager in einem Quanten-Einkaufszentrum verloren umherirren; Bohm hat ihnen ein GPS gegeben. Die Pilotwelle sagt ihnen, wohin sie gehen sollen, aber orthodoxe Physiker glauben lieber, dass das Universum ein Glücksspiel ist. Das Lustigste ist vielleicht, dass, wenn die Theorie bestätigt wird, Schrödingers Katze weder tot noch lebendig ist, sondern einfach verwirrt, weil ihr Besitzer ihr keine Karte gekauft hat. Die Realität erweist sich am Ende als langweiliger, aber geordneter.