Wenn du ein altes Auto oder Motorrad mit einem gelben Aufkleber und einem schwarzen H siehst, verwechsle es nicht: Es ist keine Umweltplakette. Es ist das historische Kennzeichen, ein Abzeichen, das bestätigt, dass das Fahrzeug älter als 30 Jahre ist, seine Originalteile behalten hat und eine spezifische technische Prüfung bestanden hat. Seine Funktion ist es, diesen Schätzen auf Rädern zu erlauben, mit bestimmten Privilegien, wenn auch mit Einschränkungen, weiterzufahren.
Der technische Prozess zur Erlangung des historischen H 🛠️
Um den H-Aufkleber zu bekommen, muss das Fahrzeug eine spezielle Hauptuntersuchung (HU) bestehen, die den Zustand von Fahrgestell, Motor und Originalteilen überprüft. Ein Restomod mit modernem Motor ist nicht gültig; der Reiz liegt darin, dass es dem Zustand bei Verlassen des Werks so nahe wie möglich kommt. Nach der Zulassung erhältst du Vorteile wie Zugang zu Umweltzonen, Ermäßigungen bei der Kfz-Steuer (je nach Gemeinde) und eine HU alle zwei Jahre statt jährlich. Der Nachteil: Du darfst nur 96 Tage im Jahr fahren, also musst du die Ausfahrten gut planen.
96 Tage im Jahr: Das Auto lebt besser als du 😎
Na klar, dein historisches Auto hat mehr Urlaubstage als ein Beamter. Während du jeden Tag früh aufstehst, um zur Arbeit zu gehen, ruht dein betagter Wagen 269 Tage im Jahr friedlich in der Garage. Und das Beste ist, dass du dir überlegen musst, wenn du ihn ausführen willst: Ist heute einer der 96 Tage des Ruhms? Aber wenn du es tust, fährst du ohne mit der Wimper zu zucken in die Madrider Innenstadt, während die Modernen mit der B-Plakette draußen bleiben müssen. Die Rache des Großvaters.