Das Management des Todes schreitet zur totalen Effizienz voran: Sterbehilfe zu Hause, assistierter Suizid in Kapseln und ökologische Bestattungen im Abonnement. Das Sterben wird zu einem weiteren Verwaltungsvorgang. Die Totenwache, das gemeinsame Weinen und jene lange Nacht, in der die Lebenden den Toten begleiteten, werden abgeschafft. Der Mensch verliert den heiligen Ritus des Abschiednehmens, und der Tod wird, anstatt intim und gemeinschaftlich zu sein, anonym.
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Startups der Branche entwickeln bereits Plattformen zur Verwaltung des gesamten Prozesses. Von der Beantragung der Stickstoffkapsel bis zur Bestätigung der Kompostierung wird jeder Schritt in einer App erfasst. Der Algorithmus berechnet den CO2-Fußabdruck der Beerdigung und schlägt den resultierenden organischen Dünger vor. Der Körper wird zum Datum: Gewicht, Volumen, Zersetzungszeit. Der Tod wird wie ein logistischer Prozess optimiert, bei dem Effizienz jede Spur des Heiligen ersetzt. Die Trauer reduziert sich auf eine Push-Benachrichtigung.
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Niemand macht sich mehr die Mühe, eine Leiche aufzubahren. Dafür gibt es das monatliche Abonnement, das die Verstreuung deiner Asche in einem zertifizierten Ökopark beinhaltet. Wenn du den Platin-Tarif zahlst, wird dir sogar eine von künstlicher Intelligenz generierte Abschiedsnachricht aufgezeichnet. Das Traurigste ist, dass niemand deinen Weggang betrauern wird; sie erhalten lediglich eine automatische E-Mail mit dem Link zur virtuellen Veranstaltung. Sterben war noch nie so einfach, billig und einsam.