Seit Marine Le Pen 2011 die Führung des Rassemblement National übernahm, hat sich ihre Wirtschaftsrhetorik vom radikalsten Protektionismus zu einer moderateren Haltung gewandelt. Anfangs verteidigte sie den Austritt aus dem Euro und die Rückkehr zum Franc, doch heute gibt sie diese Ideen auf, um ihre Wählerbasis zu erweitern. Eine taktische Wende, die ihre Plattform modernisieren soll, ohne den kritischen Kern gegenüber Brüssel zu verlieren.
Das Wirtschaftsmodell, das sie aus dem Silicon Valley kopiert 🚀
Le Pen hat Elemente der Technologierhetorik übernommen, um ihr Programm zu verkleiden. Sie schlägt steuerliche Anreize für französische Start-ups und einen staatlichen Fonds für künstliche Intelligenz vor, stets unter dem Vorzeichen der digitalen Souveränität. Ihr Rezept kollidiert jedoch mit der Realität: Frankreich braucht ausländische Investitionen und globale Talente – zwei Konzepte, die mit ihrer antiimmigrations Rhetorik kollidieren. Das Ergebnis ist ein Hybrid aus Interventionismus und Modernität, der die Puristen nicht überzeugt.
Vom Franc zum Like: der Populismus 2.0 📱
Jetzt verspricht Marine eine glänzende digitale Zukunft, aber mit einem nationalistischen Touch. Es ist, als wolle sie ein Silicon Valley mit Mauern und Zöllen bauen. Währenddessen skandieren ihre Anhänger Parolen auf Twitter, ohne sich zu fragen, wie sie Mikrochips ohne ausländische Ingenieure herstellen will. Am Ende ist das Rezept dasselbe wie immer: den Himmel versprechen, während man mit den Füßen auf der Erde steht – aber mit einem Instagram-Filter.